Samstag, 7. Februar 2015

Über den weißen Minderwertigkeitskomplex und die "überlegenen" Asiat*Innen.


Sungha Jung covert "Billie Jean" von Michael Jackson auf der Akkustikgitarre


Wisst ihr was mich daran nervt, dass Deutsche (und andere Weiß-Europäer*Innen und Amerikaner*Innen) Ost-Asiat*Innen immer als "automatische Überflieger" ansehen und grundsätzlich die abwertende Konsequenz "Naja, aber chinesische/japanische/koreanische Erziehung ist ja auch so streng!" aus dieser Mutmaßung ziehen?

Ich hab hier mal eine kleine Liste erstellt:

1. Asiat*Innen sind nicht automatisch besser.

Asiat*Innen sind nicht automatisch besser, intelligenter, sportlicher oder arbeiten härter als wir, nur weil ihre kulturellen Umstände besagte Tugenden stärker fördern und fordern.
Es gibt genug Asiat*Innen, die unter dem Druck ihrer kulturellen Strukturen leiden. Aus diesem Grund liegen Korea und Japan bei den Selbstmordraten so weit vorne.
Aus diesem Grund geht die Geburtenrate in Japan so rapide zurück und aus diesem Grund gehen in Korea die Kinder 12 Stunden lang in eine öffentliche und dann eine private Schule, um am Ende des Tages nur 4 Stunden Schlaf zu kriegen.
Überhaupt ist der Grund für die hart arbeitenden Massen in asiatischen Ländern zum Großteil nichts weiter als der Kapitalismus, den die Allierten und somit die weißen Vorherrschaftler vielen asiatischen Ländern aufgedrückt haben.
Somit ist der Arbeitsdruck und der strikte Schulalltag nichts weiter als ein Erzeugnis unserer westlichen, kapitalistischen Gesellschaft, welche asiatische Länder zur Konkurrenz oder zum Mitziehen gezwungen haben.
Haufenweise Asiat*Innen haben weder das Geld, noch die Mittel, um ihre Kinder zu fördern und trichtern diesen ein, dass sie ihr Leben lang hart arbeiten müssen.
Und wenn diese Menschen dann nach  Europa übersiedeln, weil es hier besser Chancen gibt, dann sehen sie in uns ebenfalls den Grund, weshalb sie so ein hartes Leben führen müssen. Und was tun wir? Beschweren uns nur darüber, dass Asiat*Innen grundsätzlich in allem besser sind.

2. Der "hart arbeitende Asiat" ist ein rassistisches und gefährliches Klischee

Ja, ich habe es schon von einigen Deutschen hören müssen:
"Der Grund, weshalb die Asiat*Innen die Drecksarbeit machen müssen, ist einfach der, weil sie besser und härter arbeiten.
Aber auch wenn man Talent erkennt, machen sie doch meistens alles nur nach. Wahre Originalität besitzen sie nicht."
Wer kann sowas hören und sich nicht denken "Was ist das für ein rassistischer Dreck?"
Sehr viele anscheinend, denn solche Vorwürfe kommen andauernd und nur wenige Deutsche sprechen sich dagegen aus.
Dieser Stereotyp ist so offensichtlich Bullshit, dass es eigentlich schon weh tut.
Das sind alles nichts weiter als Ausreden von weißen Vorherrschaftler*Innen, damit sie die rassistischen, klassistischen Strukturen weiterhin beibehalten und trotz positiv wirkenden Äußerungen ("besser und härter arbeiten", "auch wenn man Talent erkennt") Asiat*Innen in ihre "unterlegenen" Positionen einweisen können ("Originalität besitzen sie nicht."). Frei nach dem Motto "Wir sind das Gehirn, ihr seid die Maschine."
Wenn man diese Äußerungen auf die wesentliche Kernaussage runterstrukturiert - so wie ich es gerade getan habe -, dann erkennt man die Parallelen zu unzähligen dystopischen Novellen und Cyberpunk-Filmen, die viele als fiktive Fantasiewelten wahrnehmen.
Aber nein, diese dystopische Welten existieren jetzt in unserer Realität und wir sind ein Teil davon.
Ja, ganz richtig: Die korrupten Strippenzieher und die Elite der Gesellschaft, die auf Kosten aller anderen lebt, sind in dem Fall wir, die westliche Welt.

3. Weißer Minderwertigkeitskomplex

Vor einigen Jahren hatte ich eben diesen, den weißen Minderwertigkeitskomplex. Aus diesem Grund kann ich hierbei durchaus aus meiner eigenen, rassistischen Perspektive berichten.

Es ist nun ja wirklich kein Geheimnis, dass viele Asiat*Innen vor allem im musischen und wissenschaftlichem Bereich eine sehr gute Bildung und Förderung genießen, wenn die Eltern sich das eben leisten können (!!!)
Aber warum sagen so viele eigentlich "Naja, er ist aber auch Asiat, kein Wunder, dass er so gut ist.", wenn auf YouTube das Video eines chinesischen Jungen kursiert, der auf virtuose Art und Weise Bach auf dem Synthesizer spielt?
Solche Kommentare sind extrem abwertend und ich schäme mich dafür, dass ich ähnliche Gedanken hatte.
Es fällt natürlich leicht, die harte Arbeit und das Talent eines Kindes auf jede erdenkliche Art herabzuwürdigen, wenn man Neid und Missgunst empfindet und sich unterlegen fühlt.
Hierbei muss man sich entscheidende Fragen stellen:
Ist es irgendwie bewundernswerter, wenn ein weißes Kind sowas kann?
Warum ist es bei Europäer*Innen irgendwie was BESONDERES, während wir es bei Asiat*Innen mit "Pfft, naja die können das eh besser" reagieren?
Ist es nicht so, dass unzählige Europäer*Innen der oberen Mittelschicht ihre Kinder genauso krass pushen, wie es eben unzählige Asiat*Innen der oberen Mittelschicht tun?
Was steckt eigentlich hinter dieser Aussage, "sie könnten es eben besser, weil sie Asiat*Innen sind"? Ist das wirklich ein Lob?
Und diese Frage stelle ich sehr häufig, wenn es um "politisch korrekte" Rethorik und allgemeine Kommunikation und Bildung geht:
Wer profitiert im Endeffekt von solchen Aussagen und Ansichten?

4. Masse ist nicht gleich Überlegenheit

Es gibt wesentlich mehr Asiat*Innen auf diesem Planeten als es Weiße gibt.
Genau aus diesem Grund kommt einem als Weiß-Europäer die unglaubliche Welle von talentierten, gebildeten Asiat*Innen, welche gewisse Bereiche in der Arbeitswelt dominieren, wie eine unglaubliche Bedrohung vor.
Das sage ich vor allem deswegen, weil ich als Illustratorin häufiger unglaublich virtuose Zeicher*Innen auf etlichen Webseiten gesehen habe und alle meine Träume und Hoffnungen sich in diesen Momenten in Schall und Rauch aufgelöst haben.
Wenn man als Kind zu viel gelobt wurde, ist es schwer sich einzugestehen, dass andere, jüngere Künstler*Innen eben doch wesentlich mehr können.
Immerhin hängt da zum Teil auch die eigene Existenz mit am Haken.
Es ist wesentlich einfacher in rassistische Denkweisen zu flüchten.
Aber in Wahrheit gibt es einfach nur mehr Asiat*Innen als Weiße und - wie oben schon erwähnt - Asiat*Innen müssen aufgrund des weißen Kapitalismus wesentlich härter arbeiten als wir.
Natürlich entstehen da Ungleichheiten und natürlich bedeutet das für uns, dass wir Weiße uns in vielen Bereichen mehr reinhängen müssen.
Aber ich finde, dass das bei unseren extrem überwiegenden Privilegien eher das kleinere Übel ist.

Und last, but not least:

5. Gutbürgerliche Kleingeistigkeit schränkt Kreativität ein

Wenn man in einer Umgebung aufwächst, in der es keine großen Probleme wie Hungersnot und extremen Konkurrenzkampf gibt, man dank des Konsumwahns des Kapitalismus fast alles kriegen kann, trotz Kleinbürgerlichkeit nichts unmöglich scheint und man seine Gedanken auf das wesentliche beschränken kann (sprich "Essen, Ficken, Selbstdarstellung, Entertainment, Gruppenzugehörigkeit"), dann muss man sich auch nicht wundern, wenn der Kopf leer bleibt und keine Motivation mehr fürs Aktivsein da ist.
Wenn man sich selber in Oberflächlichkeiten und Kleingeistigkeit verliert, ist kein Platz mehr für kreatives Arbeiten, Geschichten erzählen und eingiebiges Fördern von musischen Talenten.
Und dementsprechend sind wir irgendwie auch selber Schuld, wenn wir unseren Geist nicht zu öffnen vermögen, den Horizont nicht erweitern, uns nur dem Vorgekautem aussetzen und nicht hinterfragen.
 There, I said it.


Quelle: missdmisme

Was schließe ich aus dieser Liste?
Es ist wichtig für uns - insbesondere uns weiß-deutsche Mensch*Innen -, dass wir Talent und harte Arbeit bedingungslos anerkennen.
Asiat*Innen leiden immer noch unter dem Rassismus, von dem wir profitieren und wir müssen lernen unsere Privilegien zu erkennen und uns nicht von Neid und Missgunst leiten zu lassen.

Und somit wünsche ich Euch auch weiterhin viel Erfolg bei eurem beruflichen Werdegang!

Gute Nacht,

Eure Inga



Schlußwort:

Ich möchte noch betonen, dass meine Aussagen nicht unbedingt die von Asiat*Innen (insbesondere asiatischen Aktivist*Innen) wiederspiegeln und dementsprechend nehme ich gerne Korrekturen besagter Mensch*Innen entgegen.
Ich bin nichts weiter als eine weitere Deutsche der Mittelschicht, die versucht ihren eigenen, verinnerlichten Rassismus zu überwinden.




Freitag, 10. Oktober 2014

Coming In - Biphobie in der deutschen Medienlandschaft

Ejejejej.... da hat man grauenhafte Kopfschmerzen, sowieso die ganze Woche lang schon mit einem "Ich schließe mich zuhause ein und sieche vor mich hin, weil alles Scheiße ist"-Rückfall zu kämpfen, hört sich als Aufmunterungsversuch auf Spotify nichtsahnend Musik an und dann läuft nach "Danger! High Voltage" plötzlich ein Werbeclip zu einem neuen, deutschen Film der "Coming In" heißt. Kaum höre ich 10 Sekunden in diese Werbung rein, brülle ich auch schon lautstark "Nee, oder?".
Und auch wenn ich heute Pläne hatte, muss ich mir jetzt die zwei Stunden nehmen und diesen Blogeintrag verfassen... es geht einfach nicht anders.



Tom Herzner (Kostja Ullmann) ist attraktiv, glamourös und erfolgreich. Er ist Berlins bekanntester Friseur und Star der Schwulenszene. Seine Kosmetikprodukte erobern halb Europa -- aber eben nur halb, denn bisher verkauft er lediglich Shampoo für Männer. Um den Markt komplett aufzurollen, muss Tom herausfinden, was Frauen wollen. Seine Feldstudie führt ihn ins tiefste Neukölln, in den Salon der selbstbewussten Heidi (Aylin Tezel). Kiez trifft Glamour -- das kann nicht gut gehen. Dennoch: Wider Willen ist der eingebildete Tom schwer beeindruckt von Heidis frecher Direktheit. Und sie entdeckt hinter Toms gestylter Fassade sehr bald einen verblüffend einfühlsamen Kollegen. Wie jetzt? Verliebt Heidi sich etwa in einen Schwulen? Tom weiß selbst nicht, wie ihm geschieht. Eine Frau? Was Tom und Heidi fühlen, passt in keine Schublade und Toms erste Gehversuche in der Welt der Heteros bleiben nicht ohne Komplikationen.

Aaahjaaa....
Ähm. Ich weiß nicht mal, wo ich hier anfangen soll???

Für die vermeindlichen Heteros, welche diese hochoriginelle Idee für den Film hatten, ist der Titel allein wohl ein witziges Wortspiel, denn es geht um einen "schwulen" Starfriseur, der sich in eine KiezfriseurIN verliebt (In ganz vielen Filmbeschreibungen steht "Kiezfriseuse", denn wir haben anscheinend noch das Jahr 1960!). Dementsprechend ist es kein Coming OUT mehr, sondern ein Coming IN. Haaaah...


Mal ganz davon abgesehen, dass Coming Out eine Verkürzung des Satzes "Coming out of the closet" ist und eigentlich nur beinhaltet, dass man die geheimgehaltende Identität/Sexualität/Wasauchimmer nun der Öffentlichkeit preisgibt und aus diesem Grund "Coming In" ironischerweise nur bedeuten würde, dass die betroffene Person sich wieder in den Schrank zurückzieht und trotzdem weiterhin schwul ist, finde ich nicht, dass dies ein witziges Wortspiel ist.
Und mal ganz davon abgesehen, dass etwa 90% aller deutschen Filme in letzter Zeit bei mir schon allein aufgrund ihrer grausigen Trailer (Siehe "Männerhort", brrr....) chronisches Zähneknirschen und Haareraufen verursachen und außerdem in einer idealisierten Spiegeldimension spielen, in der jeder in Berlin ne jeile Alltbauwohnung mit Dielen im kreuzberjer Kiez hat und außerdem trotz wenich Kohle dauernd n so rischtisch abjefahrenen Loohkeeeschens feiern jeht, tatsächliche Probleme im "deutschen" Alltag komplett ignoriert, eine extrem gruselige, weißdeutsche, heteronormative Mittelschichtssicht aufweist und etwas "alternativer aussehnde" Berliner verdächtig neoliberal und somit politisch leicht zu verdauen darstellt, ist mir diese Form des Humors einfach zu suspekt.
Vielleicht finde ich es einfach nicht witzig, wenn ein bedeutungsschwangeres und für viele queere Jugendliche angsteinflößendes Wort wie "Coming Out" zum Amüsement von Heteros durch den Comedy-Schredder gedreht wird.
Vielleicht ist mein Humor auch einfach nicht stumpf genug.

Okay, kommen wir mal zum Punkt:

Ich verstehe es einfach nicht.
Wieso muss man einen weitere Hetero-Romanze drehen, wenn der Hauptcharakter vermeindlich schwul ist?
Soll das irgendwelche Heteros beglücken, die einen "Homos bekehren"-Kink haben?

Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle queeren Filmfans (wie mich zum Beispiel), die nach jedem Film mit queeren Charakteren lechzen, da es einfach nunmal nicht so viele dieser Art gibt.
Es ist einfach nur grausam, wie die Sexualität von Nicht-Heteros als Gag und Plotdevice benutzt wird. Als wäre die Identität eines schwulen Mannes nichts weiter als ein Werkzeug. Als wäre diese Sexualität nicht "echt".
Ich muss ehrlich sagen, dass ich diesen Film als dehumanisierend für Schwule wahrnehme, denn der Film nimmt Schwule ja nicht mal ernst!
Und vor allem haben die Filmemacher in ihrem heteronormativen Schwarz-Weiß-Denken wohl einen wichtigen Punkt vergessen:
Bisexualität existiert tatsächlich!
Wow, Wahnsinn!Aber das böse "B"-Wort wird ja nicht mal in Orange Is The New Black verwendet, denn anscheinen ist Bisexualität immer noch ein größeres Tabu als Homosexualität.
Dieses Phänomäen hat übrigens einen Namen und nennt sich "Bi-Erasure" (engl. für "Bi-Löschung").







Zufgegeben, nicht jeder schwule Mann, der sich einmal in seinem Leben in eine Frau verliebt, sieht sich als bisexuell.
Dasselbe gilt auch für Heteros, die einmal einen gleichgeschlechtlichen Partner hatten.
Und außerdem gibt es auf dem Spektrum der Sexualität, Identität und Romantischen Tendenzen mehr als nur Homo, Hetero und Bi.
Aber  das ist keine Ausrede dafür, dass in jedem Mainstream-Film immer nur Heteros und Homos existieren und selbst, wenn die Homos dann mal ne Frau mögen, sind sie dann gleich Hetero.
Nein, so funktioniert das einfach nicht.

Ich empfinde diesen Film als Beleidigung und hoffe nur, dass der Macher - ähm... Moment mal? .................Marco Kreuzpaintner.... der offen homosexuell ist....

 -WAS?




Okay, ganz kurz nochmal zurück...
Ein schwuler Regisseur dreht einen Film über einen vermeindlich schwulen Starfriseur, der sich in eine Kiezfriseurin verliebt.
Okay.

...Was habe ich dazu zu sagen, außer "schade".?
Es ist leider nicht das erste Mal, dass Schwule im Showbusiness sich der allgemeinen Heteronormativität anpassen und dass Ihre Werke dementsprechend problematisch sind.
Und es ist auch nichts neues, dass Biphobie sowohl von Heteros, als auch von Homos praktiziert wird.
Manchmal kommt es einem sogar so vor, als wenn Homosexuelle noch weniger Verständnis für Bisexuelle hätten als Heteros.
Aber irgendwie fühlt man sich als queere Person verarscht, wenn eine andere queere Person eine Sexualität, mit der man sich sehr identifiziert, nicht für voll nimmt und dann auch noch einen Film drüber macht.

Wie auch immer...
Vielleicht irre ich mich hier auch und der Film ist am Ende total kritisch? Und der Trailer ist einfach nur etwas irreführend, damit auch genug Heteros den Film gucken?
Schön wäre es ja, aber leider bezweifle ich es.

Ich befürchte eher, dass dieser Film - wie so viele davor auch - einfach nur Stereotypen verbreitet und ein falsches Licht auf Menschen wirft, die sich zu mehr als nur einem Geschlecht hingezogen fühlen.

Ich bezweifle, dass ich den Film sehen werde.
Aber wenn irgendwer diesen Blogeintrag liest und mich überzeugen will, dass der Film Biphobie kritisiert, dann hör ich gerne mal zu.

Derweilen suche ich weiterhin nach Medienprodukten, in denen Bisexualität nicht verleugnet wird.

Euch trotzdem noch ein schönes Wochenende und versucht nicht, über die unsichtbaren Bisexuellen zu stolpern!


Mittwoch, 11. Dezember 2013

FEMEN & Islamophobie

Da das Thema sehr aktuell ist und einige wunde Punkte trifft, wollte ich mich auch mal dazu äußern.
Man muss dazu sagen, dass ich in meiner Position als getaufte Protestantin (wenn auch in der Praxis Atheistin) und kaukasische Deutsche natürlich nur eine Außenstehende bin und euch eher ans Herz lege, mit MuslimInnen darüber zu sprechen und sich auf Seiten wie Muslim Women against Femen mal die Meinungen von denen anzuhören, die das ganze Thema wirklich betrifft.
Ich finde einige Auffassungen selber fragwürdig, aber

Erstmal ein paar Infos zu FEMEN für die Unwissenden




     Die Organisation tritt für die Selbstbestimmung des Menschen, insbesondere der Frauen ein. Sie ist international für Oben-ohne-Proteste gegen Wahlfälschungen, Sextourismus, Sexismus, Islamismus, Wladimir Putin, geplante staatliche Verhaltensvorschriften während der Fußball-Europameisterschaft 2012 u. a. bekannt geworden. Nachdem der ukrainische Ministerpräsident Mykola Asarow im März 2010 erklärte, Politik sei keine Frauensache, forderte Femen die Freundinnen und Ehepartnerinnen der Regierungsmitglieder zum Sexboykott auf. Ferner erklärten sie, dass die „Geringschätzung der Frauen und die Einschränkung deren gesellschaftlicher Rolle in der Ukraine bereits eine gefährliche Tendenz angenommen habe.“

Quelle: Wikipedia

FEMEN geht ja nun schon seit einer ganzen Weile querbeet durch die Medienwelt und es ist (leider) nicht mehr einfach, ihre Präsenz im Internet, in Zeitschriften und in Magazinen zu ignorieren.
Mittlerweile bin ich auch nicht mehr ganz up-to-date, aber die Wogen um das ganze "Nackidei auf den Straßen"-Desaster haben sich ja auch in den letzten Wochen immer mehr geglättet.
Trotzdem ist das Thema weiterhin im Gespräch und sowieso ist alles im Bezug auf "Anti-Islam" und "Frauenrechte" weiterhin aktuell und wird es wohl auch noch einige Jahrzehnte bleiben.

Nun kommen wir mal zu den Faktoren, welche diese Gruppe für mich irrelevant macht.
Und es kann gut sein, dass die Frauen von FEMEN tatäschlich auch gute Sachen machen, aber dennoch ist und bleibt FEMEN für mich keine "echte" feministische Organisation. Schon gar nicht eine radikale oder extreme, wie so viele es gerne pauschalisieren.
Wer FEMEN für "extrem" oder "radikal" hält, hat noch so einiges über Feminismus zu lernen.
Ich würde diese Gruppe nur als eines bezeichnen: Islamophob. Nein, ich würde sogar so weit gehen, sie als rassistisch zu bezeichnen, auch wenn das Wort "Rassismus" in Deutschland ein absolutes Tabu-Wort ist, welches nicht mal in Radiobeiträgen zu Nelson Mandelas Geburtstag erwähnt wird.
Aber eins nach dem anderen, zuerst kommen wir mal zu den weniger offensichtlichen und ~*kontroversen*~ Punkten meiner Tirade.

Titten-Geilheit

Die Medien konzentrieren sich regelrecht nur darauf, dass diese Frauen ihre Brüste zeigen.
Titten!!! Natürlich redet man darüber! Es gibt ja nichts Wichtigeres an organisierten Gruppen von Frauen!
Und das schlimmste daran ist, dass diese Gruppe es genau deswegen macht. In ihrer Denkweise ist es eine gute Idee, die sexistische Medienwelt auf Sexismus aufmerksam machen, indem sie ihre sexistische Titten-Geilheit ausnutzt. Das kann doch nicht nur für mich falsch klingen, oder?
Und um eins mal klarzustellen, ich finde überhaupt nichts falsches daran, mit nacktem Oberkörper gegen Sexismus, Rape Culture, Objektifizierung von Frauen und anderen unschöne Dinge zu protestieren. Denn es ist eine Beleidigung, dass es ein Thema ist, wenn unter der Chiffonbluse einer 19jährigen Frau der schwarze BH durchguckt, während Männer ohne Oberteil durch die Straßen watscheln können und keiner auch nur ein Wort darüber verliert.
Alles was mit diesen Fettpackungen mit lustigen, rosanen Nupsis zu tun hat, wird sofort in die Schublade "SEX" verbannt, dabei gehört das einfach nur zur menschlichen Anatomie dazu und hat sogar einen sehr wichtigen Nutzen in dem Kreislauf des Lebens. Nämlich "Säuglingen Nahrung geben", krass oder?
Titten sind gar nicht dafür gemacht, um der pornografischen Fetischisierung zu dienen !!!! Heftig!

Frauen haben weltweit auf den Slut-Walks halbnackt oder sogar nackt protestiert und da hab ich eigentlich nur beide Daumen hochgehalten.
Denn keine Frau dieser Welt sollte sich um ihren Körper schämen, ob mit oder ohne Brüsten. Wir sollten nicht gesagt bekommen, dass wir uns und unsere Körperteile verstecken müssen und niemand hat das Recht, uns zu sagen wie wir uns anziehen sollen.

(Mehr zu diesem Thema ein ander Mal, damit wir wieder zurück zum Wesentlichen meines Artikels kommen)

Jedenfalls ist das, was FEMEN macht kein pazifistischer Protest gegen die Objektifizierung und Fetischisierung von Brüsten, sondern nichts weiter als ein Medien-Catcher.

Man kann jetzt darüber diskutieren, ob man das trotzdem durchgehen lässt, da es ja eine schlaue Taktik ist so die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen.
Denn immerhin wird in den Medien Feminismus ja gerne totgeschwiegen, es ist auch nicht gerade cool sich als FeminisIn zu bezeichnen und mit der direkten Konfrontation kann man diesem Thema nicht mehr entfliehen.
Natürlich wird auch von den Mitgliederinnen gesagt, dass FEMEN dies nicht aus reinen Provokationszwecken tut und ihre Nacktheit auch eine symbolische Bedeutung hat. (Quelle)

Barbies protestieren gegen Barbie-Haus

FEMEN deklariert tatsächlich, dass Feministinnen nicht immer hässlich und alt sein müssen.

"Ein bisschen spielen wir natürlich auch damit zu zeigen, Feminismus, das sind nicht nur die alten, verbitterten, hässlichen Frauen mit den kurzen Haaren." (Quelle)
Das ist das unfeministischste, was eine "feministische Gruppe" überhaupt von sich geben kann.
Vielleicht ist es euch noch nicht aufgefallen, aber FEMEN besteht fast nur aus konventionell hübschen, dem Schönheitsideal entsprechenden, weißen, jungen Frauen.

 

Zwar geben die FEMEN-Frauen auch an, dass sie mittlerweile nicht nur dünne, blonde und konventionell schöne Frauen in der Gruppe haben, die sich ausziehen und protestieren und ich bin mir auch sicher, dass die Medien allzu gerne die "Schönen" ablichten (Und mir wird wieder übel in 1...2...3...), aber um ehrlich zu sein.... wenn man so sehr gegen das "eindimensionale Frauenbild" ist, welches Barbie nun mal symbolisiert, sollte man sich vielleicht genau überlegen was man denn selber für ein Frauenbild vermittelt, wenn man eine blonde, schlanke, weiße, junge und dem Schönheitsbild entsprechende Frau repräsentativ für die ganze Gruppe vor dem Barbie-Haus demonstrieren lässt?

Islam ist voll Scheiße und so!!!!




Dies ist der letzte und wichtigste Punkt auf meiner Liste. Und was das angeht, habe ich keine Worte zur Verteidigung dieser "Aktivistinnen".
Es ist unglaublich, dass dieser Aspekt nirgendwo in der Mainstream-Medienwelt irgendwie angesprochen wird.
Obwohl, eigentlich wundert es mich nicht. Islamophobie ist in der deutschen Gesellschaft wohl die normalisierteste Form von (rassistischer) Diskriminierung. So normal, dass selbsternannte Linke muslimische Frauen auf der Straße belästigen und beleidigen und es tatsächlich ein Thema ist, ob muslimische Anwältinnen im Gericht ein Kopftuch tragen dürfen oder nicht.
Was kann man hier denn noch großartig sagen? Es steht tatsächlich zur Diskussion ob man arbeitenden Frauen das Hijab verbietet, weil es eine "unemanzipierte, frauenfeindliche Weltanschauung vertritt" oder wie?
Man stelle sich mal eine Frau in einer Burqa vor! Die auch noch arbeitet oder sogar ein positives Frauenbild vertritt! Gasp!



Damit wir uns hier nicht missverstehen:

Es ist immer angebracht, die Auslegung einer Religion in Frage zu stellen, wenn sie Gewalt verherrlicht und anderen, gesellschaftlich unterdrückten Gruppen schadet.
Aber das Feindbild "Muslim" nimmt Auswüchse an, die ich gerne mit dem Feinbild "Jude" aus den 40ern vergleichen möchte.
Die Leute sind so eingenommen durch ihre eigene Xenophobie und das Propaganda unserer deutsch-weißen Medienwelt, dass sie eine ganze Religion verteufeln und damit ihr rassistisches Verhalten gegenüber muslimischen Mitbürgern rechtfertigen.
Außerdem ist es heuchlerisch auf die Unterdrückung der Frauen im Islam zu verweisen und dabei zu ignorieren, dass extremistische Auswüchse von Religionen nicht nur in arabischen und ost-asiatischen Ländern geschehen.
Es gibt genug "moderne" Muslime, genauso wie es auch "moderne" Christen gibt.
Außerdem tragen viele muslimische Frauen die religiöse Kopfbedeckung tatsächlich freiwillig und sehen dies als ihre eigene Form der Befreiung.
Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß.
Diese Menschen sind sich dessen bewusst, dass viele Islamisten Ihre Religion und den Koran als Rechtfertigung für Akte des Hasses zu benutzen.

Im Koran stehen genauso viele positive wie negative Dinge und dies ist alles nur eine Frage des Auslegung und ob man die damalig vertretenen Ansichten nicht auf einiges in diesem Buch geschriebenes spiegeln und somit deren Glaubwürdigkeit bezweifeln kann. Dasselbe gilt für die Bibel.
Viele Menschen sind sich wohl nicht bewusst, dass Christentum, Judentum und Islam ein und denselben Ursprung haben und sich eher ähneln als unterscheiden.

Falls mir jetzt einer damit kommt, dass viele arabische und ost-asiatische Frauen das Kopftuch ablehnen und für ihre Freiheit protestieren, kann ich dazu nur so viel sagen:
Es gibt einen Unterschied zwischen Frauen, die ihre Freiheit dank einem extremistischen Regime aufgeben mussten und aus diesem Grund das Kopftuch ablehnen und uns weißen Mitteleuropäerinnen, die ihre Form des weißen Feminismus als die Norm ansehen.

Es geht beim Feminismus auch um internationale Solidarität aller Frauen. Es geht darum, dass Frauen das Recht haben, sich selber auszusuchen was sie wollen.
Indem wir muslimischen Frauen ihre selbst ausgewählte "Verhüllung" entreißen, entreißen wir ihnen ebenfalls ihre Rechte und verhalten uns mehr sexistisch als alles andere.

FEMEN verteufeln nur allzu gern den Islam und "das Kopftuch", protestieren in rassistischer Kostümierung und kommen eigentlich verhältnismässig ungeschoren davon.


Der offensichtliche Rassimus gegenüber "Braunen Menschen" ist lächerlich.
Dies betrifft nicht nur Muslime, sondern auch Menschen die dem Hinduismus angehören.
Denn Turban = Terrorismus.
Das geht so weit, dass Obama auf seiner Reise nach Indien den goldenen Tempel Harmandir Sahib nicht besucht hat, da er eine schlechte Publicity fürchtete wenn er dort in den heiligen Hallen einen Turban trägt.
 Dazu ein genialer Beitrag vom YouTube Comedia JusReign:





Es gibt zu diesem Thema noch so viel mehr zu sagen, aber ich denke ich habe meinen Standpunkt hier genug vertreten.
Ich möchte einfach, dass alle mit diesem Thema etwas vorsichtiger umgehen und infrage stellen, weshalb FEMEN tatsächlich kritisiert werden sollte.
Denn die Kritik aus unseren Medien ist zum Teil lächerlich und ebenso sexistisch, während die wichtigen Aspekte, welche diese Gruppe fragwürdig machen, vollkommen ausgelassen werden.

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die reißerische Berichterstattung über solche Gruppen aufhört und wir uns mit echten Themen beschäftigen.
Und dass wir Solidarität und Unterstützung für Bewegungen für People of Color zeigen, die richtigen, betroffenen Leute sprechen lassen, anstatt sie auf rassistische Art und Weise mitsamt ihrer Religion und Kultur verteufeln.

Inga out.

We know the road to freedom has always been stalked by death.

Nach langer Abwesenheit doch mal wieder ein Post.
Nein, dieser Blog ist nicht tot! Ich habe nur Schwierigkeiten konsequent ein Ding durchzuziehen.
Bitte entschuldigt meine kleinen Charakterschwächen ;>

Um meinen lächerlichen Bildungsstand bezüglich Aktivismus und dem Social Justice Movement mal aufzuholen, beschäftige ich mich momentan mit Ikonen wie Angela Y. Davis.



Dieses Video dokumentiert eine Rede von ihr, welche am 10. Mai diesen Jahres an der Universität in Chicago stattfand.

Ich weiß, dass meine handvoll Leser größtenteils weniger Ahnung haben als ich (soll kein Angriff sein, ich mach euch nicht dafür verantwortlich, dass Medien und Schulinstitutionen uns nur bestimmte, "ungefährliche" Themen lehren) und aus diesem Grund fühle ich mich verantwortlich, euch ein bisschen aufzuklären und dabei selber zwei, drei neue Dinge zu lernen.

Es gibt so viele großartige Menschen, die wundervolles und wichtiges vollbracht haben und leider nicht viel Repräsentation in unserer Medienwelt erhalten.
Der wahre Grund dafür wird oftmals mit medientypischen, oberflächlichen Erklärungen verschleiert:
-"Die Jugend interessiert sich doch nicht für sowas."
-"Wir würden gerne mehr über ____ sprechen, aber die Leute mögen lieber _______"
Natürlich spielen Quoten bei den Privaten eine Rolle.
Aber wie sollen sich Leute denn auch für ein Thema interessieren, wenn sie dieses nicht einmal kennen?

Während sich die Privaten jeglicher Verantwortung bezüglich der Bildung unserer Jugend entziehen, da dies nicht in ihrer neoliberalen Lebensweise als nötig erachtet wird (FREIHEIT UND SO!), bringen die Öffentlich-Rechtlichen tolle Beiträge, die sie allerdings nicht zu den richtigen Uhrzeiten ausstrahlen oder die nicht genug beworben werden.

Man konzentriert sich allgemein lieber auf die üblichen Verdächtigen, wie z. B. "Che" Guevara.
Der hat ja nun mehr als fragwürdige Dinger gedreht und seltsame Ansichten gehabt.
Aber das ist ja ein Grund mehr, jede linke Bewegung zu kritisieren und ihre Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen.


Ich glaube, dass sich die Frage erübrigt, weshalb kapitalistisch motivierte Sender über bestimmte Menschen keine (positive) Berichterstattung bringen.

Man kann sich auch mal mit Leute wie Angela Davis beschäftigen, die sich bis heute gegen Polizeigewalt, Rassismus, Sexismus, Homophobie und vielen weiteren institutionalisierten* Ismen aktiv einsetzt.

*in·s·ti·tu·ti·o·na·li·sie·ren (mit OBJ) jmd. institutionalisiert etwas etwas in eine gesellschaftlich anerkannte Form bringen oder zur Institution machen (x)



Also, wer ist Angela Y. Davis und warum ist sie wichtig?

Angela ist am 26. Januar 1944 in Birmingham, Alabama geboren und ist eine US-amerikanische Aktivistin, BürgerInnenrechtlerin, Feministin, politische Philosophin und Autorin.

Ihre Biografie, kurz zusammengefasst:

 Seit sie 1970 zum erstenmal durch ihre Verhaftung und den anschließenden Prozeß wegen Verschwörung, Kidnapping und Mordes öffentliches Aufsehen erregte, hat die radikale politische Aktivistin und Intellektuelle Angela Davis sich für viele Anliegen engagiert: BürgerInnen- und Frauenrechte, Armutsbekämpfung und Weltfrieden, Reform des amerikanischen Gesundheitswesens und des Gefängnissystems. Damals war die Kämpferin für die Rechte von Gefangenen in einen Fall verwickelt, der sie für 16 Monate ins Gefängnis brachte und weltweit bekannt machte. Die “Free-Angela”-Bewegung wurde zum internationalen Symbol für den Mißbrauch der Justizmacht gegenüber Minderheiten. Davis wurde 1972 freigesprochen und kann inzwischen auf eine lange Karriere als Professorin und weltweit gefragte Vortragsrednerin zurückblicken, die im Interesse der sozial und politisch Unterdrückten revolutionäre Veränderung fordert.

Ihre Leidenschaft für soziale Reformen wurzelt in ihrer Kindheit in Birmingham, Alabama - eine schwierige Zeit für Schwarze in den amerikanischen Südstaaten. Als ältestes Kind von Eltern, die beide studiert hatten, wuchs Angela Davis in einem rassengetrenntem Stadtteil auf, wo Bombenanschläge des Ku Klux Klan, einer gewalttätigen rassistischen Organisation, so häufig waren, daß er “Dynamite Hill”  genannt wurde. (Im selben Stadtteil wuchsen auch Condoleezza Rice und Alma Johnson, die spätere Frau von Colin Powell, auf.) Davis’ Großmutter vermittelte ihr ein starkes Bewußtsein ihrer Identität als Afroamerikanerin, und mit der unerschrockenen, politisch engagierten Mutter nahm sie in Birmingham an verschiedenen BürgerInnenrechtsveranstaltungen und –demonstrationen teil.

[...]

Sie engagierte sich damals [1970] für drei Gefangene im Soledad-Gefängnis, die eine marxistische Gruppe unter den Gefangenen organisieren wollten und die von den Wächtern oft mißhandelt wurden. Davis fing an, Proteste zu organisieren, Geld für ihre Verteidigung zu sammeln, und für ihre Freilassung öffentliche Reden zu halten. Sie hatte deswegen schon Morddrohungen bekommen und sich daher zum Schutz Schußwaffen gekauft. Diese Waffen wurden 1970 von dem Bruder eines der Gefangenen in einem dramatischen Befreiungsversuch aus einem Gerichtssaal eingesetzt, wobei ein Richter und andere ums Leben kamen. Als Besitzerin der Waffen in den Fall verwickelt, floh Davis und kam auf die FBI-Liste der “10 Most Wanted” VerbrecherInnen.
Als sie in New York gefunden wurde, kam sie für über ein Jahr in Untersuchungshaft; währenddessen bildete sich eine riesige “Free-Angela”-Bewegung, die weltweit gegen den Machtmißbrauch des Justizsystems protestierte. Sie erregte internationales Aufsehen, vor allem in der Sowjetunion, aber auch als Pop-Ikone: John Lennon und Yoko Ono sowie die Rolling Stones und Franz Josef Degenhardt widmeten ihr Songs. Davis verstand sich als politische Gefangene und empfand ihre Zeit hinter Gittern als entscheidend für die Entwicklung ihrer politischen Einstellung. “Ich begann, die Realitäten im heutigen Kampf der Schwarzen auf viel konkretere Weise zu verstehen”.
1972 sprach das Gericht sie in allen Punkten der Anklage frei. Sie begann sofort eine Vortragstournee durch die USA, sprach und schrieb über BürgerInnenrechte, Gefängnisreform und soziale Gerechtigkeit.

Davis kandidierte als Kommunistin 1980 und 1984 für das Amt der Vize-Präsidentin der USA, dadurch hob sie den Bekanntheitsgrad der Kommunistischen Partei unter der afroamerikanischen Bevölkerung. Die Verbindung mit der Partei beeinträchtigte ihre akademische Laufbahn noch einige Jahre nach dem Freispruch, aber ab 1979 unterrichtete sie an der San Francisco State University, und seit 1992 ist sie Professorin für History of Consciousness an der University of California in Santa Cruz. Sie ist Ehrendoktorin der Lenin-Universität (UdssR) und der Universität Leipzig und hat 1979 den Lenin-Friedenspreis der Sowjetunion bekommen. Davis gründete die National Alliance Against Racist and Political Oppression (Nationaler Verband gegen rassistische und politische Unterdrückung), eine Weiterentwicklung der “Free-Angela”-Bewegung. Seit Mitte der 80er ist sie Mitglied im National Political Congress of Black Women und sitzt im Vorstand des National Black Women’s Health Project. 1997 hat sie sich als Lesbe geoutet. 1991 trat sie aus der kommunistischen Partei aus und ist jetzt Vorstandsmitglied der Committees of Correspondence for Democracy and Socialism, einer sozialdemokratischen Organisation.


[...]

(Eine Reihe von Originalzitate von Angela Davis finden Sie in der engl. Version).
(Übersetzung aus dem Engl. von Joey Horsley und Luise F. Pusch)
Katherine E. Horsle


 (x)
 
Also ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich würde von nun an eher ein Angela Davis Shirt als ein Che Guevara Shirt tragen.

Ich werde von jetzt an immer öfter ein paar Infos über großartige Persönlichkeiten droppen und dabei auch mich selber aufklären.
Damit kann ich diesen Blog auch aufrecht erhalten und hab vielleicht wieder ein bisschen Motivation, mehr Einträge zu verfassen.



Freitag, 22. März 2013

"Frauen sind nicht witzig. Tut mir Leid."

10 Dinge, die Männer uns nicht verraten

Lautet der Titel eines mehrseitigen Artikels, der in der Ausgabe vom März 2013 der bekannten Mainstream-Frauenzeitschrift JOY erschien.

Normalerweise kaufe ich mir so eine Massengrütze nicht, da ich es ablehne meine Essensgewohnheiten, Kleidungsstil, Sexleben und Verhalten gegenüber Männern diktieren zu lassen. Und überhaupt hängt mir die allgemeine heteronormative Lebensweise, die einem in diesen Drecksmagazinen vorgegaukelt und vorgeschrieben wird, zum Hals raus.
Ich sehe dieses Scheinleben nicht als die Normalität an, für mich sind geschminkte Männer in Lingerie normaler, als seinem Lebenspartner nicht verraten zu wollen, dass man tatsächlich übliche Körperfunktionen hat und regelmässig koten muss.

Als unsicherer und sehr verwirrter Teenager habe ich solchen Mist gelesen und das hat mich nur noch mehr in pubertäts-übliche langanhaltende Depressionsphasen und verzweifelten Selbsthass getrieben.

Seit einiger Zeit lebe ich ohne Fermseher und konsumiere nur noch, was ich auch wirklich konsumieren will und das hat mir geholfen,zu ignorieren was tatsächlich so alles veröffentlicht wird.
In dieser Zeit ist mir allerdings auch wesentlich bewusster geworden, wie unreflektiert, sexistisch, rassistisch, transphob, kapitalismus-verherrlichend und teilweise auch korrupt die Berichterstattung der Mainstream-Medien tatsächlich ist.
Um einem frühen Tod durch Herzinfarkt vorzubeugen, habe ich gelernt das alles zu ignorieren und in meiner eigenen Welt zu leben.... bis ich vor einigen Wochen mal wieder so eine Zeitschrift gekauft habe.
Ja, ich hasse "Frauen"-Zeitschriften mit einer rasenden Leidenschaft und genau deswegen habe ich mir welche gekauft, um den ganzen Dreck rauszufiltern und in wütenden Collagen zu verarbeiten.
Dabei stieß ich auf diesen Artikel, der mein Blut zum kochen brachte:

Ein gewisser Herr Maximilian Reich (29) "enthüllt, wie Typen wirklich ticken".
Ich l-i-e-b-e es ja, wenn Menschen so herrlich verallgemeinern und konnte nicht anders, als diesen Artikel ausgiebig zu studieren und während ich innerlich brodelte, musste ich gleichzeitig doch über die Absurdität dessen, was ich dort las, heftig lachen.
Zum Glück besitze ich genug Humor und Sarkasmus, sonst wäre ich schon längst an meiner eigenen Wut erstickt. Aber nein, wartet! Laut Herrn Reich besitzen Frauen ja gar keinen Humor! Wir machen nur so Wischiwaschilarifari-Witze!
Tja, tut mir Leid sie da enttäuschen zu müssen, Herr Reich.
Okay, um euch mal klar zu machen, worum es jetzt eigentlich geht was der geehrte Herr Reich verfasst hat, zitiere ich mal aus der Zeitschrift.
Wenn ich jetzt auf ALLE sexistischen Aussagen dieses Herrn eingehen würde, wäre dieser Blogeintrag viel zu lang und deswegen beschränke ich mich jetzt auf einen von 20 Punkten. Das spricht schon mal für sich.
Um irgendwelchen Klagen wegen bla bla Urheberrecht bla bla vorzubeugen, kann ich leider die gescannte Seite hier nicht veröffentlichen. Auf Nachfrage verschicke ich sie trotzdem gern an kleinliche Kritiker.


2 Männer finden Frauen nicht lustig

Was ist für Frauen das Wichtigste bei einem Partner? Humor, sagt die Statistik. Männer hingegen legen mehr Wert auf Intellekt und Aussehen, Reihenfolge variabel. Erst dahinter kommt dann irgendwann Humor.
Andernfalls würden wir auch nie unsere Traumfrau finden. Denn Frauen sind nicht witzig. Tut mir Leid. Das ist nicht meine Schuld. Das liegt am Testosteron. Laut britischen Wissenschaftlern resultiert Humor aus Aggression - und dafür ist das männliche Hormon verantwortlich, von dem Männer nun mal mehr haben. Männerspäße sind derbe, politisch unkorrekt, machen sich über andere lustig - Frauen machen harmlose Wischiwaschilarifari-Witze, meistens Nacherzählungen irgendwelcher Situationen, die nur lustig sind, wenn man dabei war. Und das ist auch gut so. Mein Kumpel Basti sagt immer: "Lustige Frauen sind burschikos. Mit denen will ich ein Bier trinken gehen, aber nicht mit ihnen ins Bett." Das soll aber keineswegs heißen, dass wir Frauen langweilig finden. Es braucht keine Mordsbrüllerm danut wir sie lieben und mit ihnen lachen. Frauen sind amüsant. Wie das Youtube-Video von dem niesenden Pandabären. Das treibt uns auch nicht die Lachtränen in die Augen - wir schmunzeln höchstens. Das reicht doch. Mehr erwarten wir von Frauen nicht. Also sollten sie sich damit abfinden, dass wir uns mit unseren besten Kumpels treffen, wenn wir einen saulustigen Abend erleben wollen - und für einen schönen Wohlfühlabend lieber die Gegenwart von Frauen suchen.

So.
Wo fang ich an??? So viel Sexismus verpackt in butterweiches, heuchlerisches Wohlwollen!
So viele Möglichkeiten mein reflektiertes, feministisches Wissen auszubreiten!

Ich habe es schon häufig genug erlebt, dass Artikel von Männern in Frauenzeitschriften erstmal die ganze hässliche Wahrheit rauslassen und dann am Ende versuchen, versöhnlich zu klingen.
"Hey ja, wir sind Sexisten und nehmen Frauen nicht ernst... aber ist doch trotzdem schön so wie es ist, oder? Hat doch auch seine Vorteile."
Ah, guck mal. Ein Witz. Aber der wird dem Herrn Reich sicher nicht gefallen. Denn wenn weiße, heterosexuelle Männer etwas hassen, dann ist es sarkastischer und übellauniger Feministenhumor.
Ich muss ihm doch mal lassen, das er wenigstens ehrlich ist. So braucht man als FeministIn nicht lang zu suchen, wenn man mal Lust hat zu meckern.

Fangen wir erstmal mit dem ganzen Statistik-Bullshit an. Statistiken Schmatistiken.
Ich will nicht leugnen, dass es biologische Ursachen für unsere Vorlieben bei der Partnersuche gibt und dass einige Punkte hinsichtlich der Attraktivität eines Menschen mit uralten Schemata, die sich in unsere Gehirne gebrannt haben, zusammenhängen.
Aber man kann auch nicht einfach leugnen, dass unser Bild bezüglich der Geschlechter durch soziologische Normen und vorgefertigte Rollen beeinflußt ist und das geht Jahrtausende zurück. Das kann man leider nicht im Wimpernschlag von 100 Jahren ausknipsen.
Und nein, diese Normen und Rollen haben NICHTS mit tatsächlichen Veranlagungen zu tun, das ist lediglich der faule Glaube von Menschen, die sich auf ihren Privilegien ausruhen und kein Interesse hegen, unterdrückende Stereotypen aufzuheben. Denn sie profitieren ja davon.

Ich fühle mich tatsächlich auch von humorvollen Männern angezogen und das führt auch häufig dazu, dass ich mich in Scherzkekse eher vergucke als in attraktive Schönlinge. Ich habe auch beobachtet, dass heterosexuelle Männer weniger am Humor von Frauen interessiert sind.Denn wenn dem so wäre, dann hätte ich ja 10 Kerle an jedem Finger! Die Hälfte meiner Lebenszeit verbringe ich mit dummen Witzen!
Man kann hier allerdings nicht einfach alle Randgruppen ausschließen und so tun als würde das tatsächlich auf alle zutreffen. Als "Mehrheit" gelten immerhin schon 51% und man kann nicht alle anderen einfach ausschließen, damit die eigenen Behauptungen mehr Wahrheitsgehalt vermitteln.

Dass Frauen allgemein nicht witzig sind steht in dem Artikel selber als Widerspruch zu der Behauptung, witzige Frauen seien burschikos. Was denn nun? Ach soo, ein paar wenige Frauen sind witzig, aber die sind auch burschikos und eher so Kumpel. Ich verstehe.
Demnach ist eine Frau sofort unattraktiv, wenn sie Humor hat. Denn wer will schon eine Frau, die auf derselben menschlichen Stufe wie deine Kumpel steht. Dann wäre sie ja kein Sexobjekt mehr, sondern tatsächlich ein Mensch!
Kumpel, wenn wir jetzt schon von unseren persönlichen Erfahrungen ausgehend verallgemeinern wollen, dann lass dir mal was gesagt sein:
Ich kenne wahnsinnig viele Frauen, die unglaublich viel Humor haben. Individuellen Humor, von harmlos bis derbe und provozierend. Alle sind sehr unterschiedlich in ihrer Form sich zu kleiden, ihrer Femininität und ihrer Ausdrucksweise.
Eine der "weiblichsten", attraktivsten Frauen die ich kenne, hat einen Humor, bei dem ich regelmässig vor lachen vom Stuhl falle.
Ich persönlich reiße viele Witze und bin nicht gerade feminin in meiner Umgangsform, dafür aber von vorn bis hinten girly girl. Mein Zimmer ist ein Prinzessinnen-Himmel, ich klebe mir falsche Wimpern auf und sammle Nagellack und Rüschenkleider mit Rosen drauf.
Was ich damit sagen will ist, dass es nicht 2 Schubladen gibt, sondern 2 Milliarden.
Ich habe beobachtet, dass mein schroffer Humor und meine laute Art tatsächlich häufiger auf Ablehnung stößt. Das hat aber weniger damit zu tun, dass mein Humor nicht politisch unkorrekt genug ist... Das Problem ist das Selbstbewusstsein vieler Männer. Denn sie haben Angst, dass eine Frau tatsächlich witziger als sie sein könnte.
Wenn eine Frau dich verkloppt, dann fühlst du dich deiner Männlichkeit beraubt und dasselbe gilt für Humor.
Denn Männlichkeit und einen Penis zu haben ist das Maß aller Dinge!

Das mit dem Testosteron habe ich gegooglet und stieß dabei auf diesen Artikel.
Der besagte Wissenschaftler hat die BEHAUPTUNG aufgestellt, Männer seien witziger und selbst das ist noch extrem verallgemeinert.
Mir ist klar, dass Frauenmagazine und ihre sexistischen Artikel bezüglich Sex und Männern immer unprofessionell sind. Aber man kann nicht ernsthaft glauben, dass so eine leere Behauptung kritiklos bleibt.
Man kann nicht einfach sagen, dass irgendein Wissenschaftler diese Behauptung aufgestellt hat, ohne eine richtige Quelle anzugeben.
Außerdem sind solche wissenschaftlichen Behauptungen immer sehr sehr vage und lassen sich leicht widerlegen.
Schon allein Testosteron als "männliches" Hormon zu bezeichnen... da steigen mir die Nackenhaare hoch! Auch Frauen haben Testosteron. Hormone haben kein Geschlecht und hängen auch nicht damit zusammen, wie das Geschlecht definiert wird.
Der Mensch selber definiert das Geschlecht und wer was anderes behauptet, ist transphob. Punkt.

Bezüglich der tatsächlichen Studie deses Wissenschaftlers mag ich nur sagen, dass ich sehr wohl an einen Unterschied von - Achtung, jetzt wirds cis-sexistisch - Männerhumor und Frauenhumor glaube, aber im Gegensatz zu Sam Shuster glaube ich, dass Testosteron nur eine kleine Rolle spielt.
Er beschreibt, dass Männer häufiger beleidigender und aggressiver im Humor waren, während Frauen eher neckten und lächelten.
Hmmm. Komisch, dass ich einen Zusammenhang zu gängigen Geschlechterrollen sehe.
Mal ganz im Ernst, wem wird denn immer gesagt, man solle nett sein und lächeln, mit Augenaufschlag und Haarzwirbeln kokettieren und wem wird gesagt, dass man stark und aggressiv sein sollte und das andere Geschlecht beschützen muss?
Welchen Kindern werden Feen und Prinzessinnen verkauft und welchen Kindern wird Spider-Man Merchandize und gefährlich aussehnde Wasserpistolen angeboten? (Unfair, ich will auch einen Spider-man Schlafanzug und Unterwäsche!!!!)
Hach ja.


Ich bin eigentlich schon fast am Ende meines viel zu langen Rants, aber ich möchte noch mal kurz auf folgende Abschnitte eingehen:

"Männerspäße sind derbe, politisch unkorrekt, machen sich über andere lustig - Frauen machen harmlose Wischiwaschilarifari-Witze"

Ein Wort: Privilegien.

Weiße, heterosexuelle Cis-Männer lachen über Sandwich- und Küchenwitze. Sie lachen auch über Schwarze bei Kentucky Fried Chicken. Sie lachen über Asiaten, die nicht Auto fahren können. Sie lachen über die "tuckige" Art von Homosexuellen.

Was haben alle diese Gruppen NICHT mit weißen, heterosexuellen Cis-Männern gemeinsam?
Richtig, sie waren nie in der priviligierten Position dieser Kategorie Mensch.
Sie mussten in ihrem Job das doppelte geben, damit keiner Witze darüber machen konnte, dass sie sich eh nur hochgeschlafen haben. Sie standen in der Berliner U-Bahn vor Sicherheitbeamten, weil sie (natürlich nicht) wegen ihrer Hautfarbe unangenehm aufgefallen sind. Ihre Klassenkameraden dachten immer, sie würden Videospiele spielen und gut in Mathe sein. Sie dürfen in Deutschland nicht ihren Lebenspartner heiraten und so weiter und so fort.

An dieser Stelle möchte ich Männer, insbesondere diese der oben genannten Sorte, daran erinnern, in welcher Position sie sich in dierser Gesellschaft befinden und ob ihr ach-so-toller derber, politisch unkorrekter Humor damit eventuell zu tun haben könnte.

Das wars von mir, ich wünsche euch eine gute Nacht!

Inga

Donnerstag, 28. Februar 2013

Begrüßung!

Hallo an alle, die zum ersten Mal auf meinen Blog gestoßen sind!

Mein Name ist Inga, ich bin momentan 22 Jahre alt und  "Studienplatzbewerberin".
Ich habe Grafik Design an einer Berufschule ... gelernt und bin offiziell gestaltungstechnische Assistentin.
Da ich damit aber nicht viel anfangen konnte oder wollte und danach strebe, eines Tages als Illustratorin zu arbeiten, möchte ich Kommunikationsdesign studieren. Dafür arbeite ich gerade an meiner Mappe.
Außerdem bin ich 24/7 eine wütende Feministin, bzw. Verfechterin der radikalen Vorstellung, dass Frauen Menschen sind.
Ich hatte in der Vergangenheit bereits einen Blog, den habe ich allerdings aus Faulheit und allgemeiner Unsicherheit gelöscht.
Da ich aber mindestens 3 Mal am Tag daran erinnert werde, weshalb ich eigentlich so eine wütende und innerlich brodelnde Feministin bin, habe ich mich wieder dazu entschieden, es mit einem neuen Blog zu versuchen.

Das Design werde ich irgendwann mal ändern, denn ich hab mich so in etwa vor einer Stunde hingesetzt und mir irgendwas ausm Ärmel geschüttelt. Deswegen dieser Augenkrebs. Ich mag halt Rot, sorry.

Was euch in diesem Blog erwartet:
  1. Wut, Wut und noch mehr Wut. 
  2. Meine persönlichen Kommentare zu Sexismus, Rassismus, Homophobie, Transphobie, Cis-Genderismus (tolle neue Wortschöpfung, die ich mir gerade ausgedacht habe) und was mir noch so einfällt in den Medien und eventuell etwaiger Subkulturen, für die ich mich interessiere
  3. Meine persönlichen Erfahrungen als Frau und Verbündete mehrerer sozial benachteiligter Gruppen
  4. Erfahrungen und Geschichten von FreundInnen
  5. Persönliche Meinungen und Kommentare zu aktuellen Trend-Diskussionen in- und außerhalb meines Freundeskreises
  6. Rechtschreibfehler und eine spärliche Ausdrucksweise, denn ich bin nicht die belesenste und intellektuellste Menschin, die auf Erden wandert.
  7. FeministInnen-Humor, der wohl nicht alle ansprechen wird
  8. Hilfreiche und interessante Links zu besagten Themen
  9. Unterstützung der weiblichen Consent-Creator-Szene im Internet
  10. Und noch mehr Kram, der mir grad nicht einfällt.
Viel will ich über mich persönlich nicht preisgeben, das soll kein privater Plausch-Blog werden.
Ich möchte hier sachlich und auch unsachlich und emotional über die Themen reden, die mich besonders nerven und eigentlich laut Grundgesetz niemanden mehr nerven sollten.

Mir fehlt hier in Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern ein wenig die Internetpräsenz von FeministInnen, welche in den USA und Canada ja glücklicherweise in Massen vorhanden ist.
Und anstatt weiterhin rumzuheulen, hab ich mir trotz vieler Kontra-Punkte endlich den Mut gefasst selber mal ein bisschen was zu schreiben.

Dieser Blog ist ein Ventil für meine alltäglichen Mikro- und Makroaggressionen und ich hoffe, dass ich hier auch einige interessante und nette Menschen kennenlernen kann.
Feedback ist immer gewünscht, genauso wie Kritik und Unterstützung.
Ich werde jegliche Form von negativer Kritik ernst nehmen. Ich mache Fehler und kann mich mit diesen auch auseinandersetzen. Und wer das Wort Kritik nicht kennt, sollte wissen, dass damit keine dumme Sexistenscheiße, allgemeine Unwissenheit und fehlgeleitetes Informationsgut gemeint ist.
Ich werde alles ignorieren, was mir nicht sinnvoll und diskussionswürdig erscheint.

Ansonsten hoffe ich, dass dieser Blog bei einigen Verbündeten oder Interessierten positiv ankommen wird!

Gute Nacht,
Inga